Kredit - ja oder nein ?!
Kredit als Neugründer, ja oder nein ? und wenn ja...welcher ?
Hallo mal wieder ;-)
Nun komm ich endlich mal wieder dazu ein paar Leserfragen zu beantworten, bzw. einige neue Unklarheiten zu schaffen.
Einige der Fragen betrafen Kredite, welche soll man nehmen und wieviel, soll man lieber ans Ersparte, oder sich eher Geld von Freunden und Bekannten borgen ? Soll man eher ganz auf Kredite verzichten oder muß man auf bestimmte Banken achten ?
Das sind einige viele Fragen, die man so eigentlich garnicht wirklich beantworten kann, ich werd es trotzdem mal versuchen.
Ist ein Kredit immer sinnvoll ?
Als erstes muß ich mal so dahersagen, als gelerntem Handelskaufmann jedweder Art sollte sich diese Frage nicht stellen, jene sollten das erlente Wissen einfach umsetzen, schließlich habt ihr die Zinsrechnung ja reichlich gepaukt, oder …? ;-)
So und nun mal zum eigentlichen Thema.
Warenkredit – Existenzgründerkredit
Bei Krediten kommt es darauf an ob man wirklich einen benötigt, oder es der Steuerberater “angeraten” hat, wenn dem so sei, hat er jenes nicht ohne Grund getan, diesen solltet ihr euch dann auch von ihm näher erläutern lassen, das kann ich leider nicht erklären, dafür kenne ich die Vorraussetzungen nicht.
Weiter kommt es auf die Größe des finanziellen Einsatzes an, das eigene Angesparte sollte nach Möglichkeit immer “geschont” werden und nur für Notfälle oder andere wichtige Anschaffungen zurückgehalten werden, daher empfiehlt sich ein Kredit doch recht häufig.
Bei der Summe muß man gut nachrechnen, die Faustregel lautet 10 – 15 % über Bedarf anfordern, so hat man immer eine kleine Reserve für Eventualitäten. Welche das sind kann ich so auch nicht sagen, das kann je nach Geschäft sehr unterschiedlich sein. Nehmen wir da einfach mal schwankende Rohstoffpreise, hier kann sich der Markt täglich ändern, beispielsweise im Metallhandel die Stahl- oder Edelstahlpreise. Bekommt man heute den Meter Blech für 10,- Euro kann er Morgen schon 12,- Euro kosten, hier gilt es also etwas genauer zu schauen.
Im Bereich Lebensmittel hat man oft etwas mehr Spielraum, da die Preisschwankungen oft von den Großhändlern “aufgefangen” werden, oder ich sage mal durch Vorratshaltung oder langfristige Verträge gepuffert.
Das wäre so im Großen und Ganzen der Geld- bzw. Kreditbedarf bei Warenkäufen den man berücksichtigen muß und natürlich in die Planung einbeziehen.
Kredite für Einrichtung,Maschinen, Fertigungstechnik oder Ähnliches
Auch hier empfiehlt es sich seinen Steuerberater zu befragen, zum einen wird er die im Moment üblichen Zinsen recht gut kennen, zum Anderen wird er auf bestimmte Arten der Förderung hinweisen können. Oft werden aus Unwissenheit einfach Kredite aufgenommen weil einem irgendein “Bänker” dazu rät, dies tut er nicht weil er euch so dolle mag, sondern weil sein Anteil dadurch etwas “abgerundeter” ausfällt. Viele Fördermaßnahmen bieten aber recht langläufige Tilgungsmodalitäten mit niedrigem Zinsniveau, in diesem Bereich lohnt die Nachfrage. Geht es dann noch um Umweltfreundliche oder energieschonende Geschichten kann der Förderanteil doch recht erheblich sein.
Ich persönlich rate doch recht oft zu Krediten bei Neueinstieg, vorrausgesetzt man ist in einer Branche tätig wo einen die Bank von Haus aus wieder nach Hause schickt. Dies kam in den letzten Jahren in fast allen Bereichen in Berlin und Umland vor, als Bauunternehmer, Arzt oder gar Anwalt gab es sogar nichtmal Kleinkredite bis 10.000,- Euro. Ja man möchte sich darüber fast totlachen wenn es nicht die traurige Wahrheit wäre. Es ist halt nach wie vor nicht leicht an fremder Leute Geld zu kommen, Ausnahmen bilden natürlich immer ausgereifte und gut durchdachte Konzepte mit guten Marktaussichten und großen Gewinnchancen.
Wer nicht wegen jeder “Kleinigkeit” seinen Steuerberater behelligen möchte kann sich ja auch schon etwas vorab informieren, es gibt da ja die Möglichkeit der KFW- Förderbank , auf der Seite kann man sich schon einmal vorab informieren.
Die Frage ob man unbedingt einen Kredit beantragen sollte stellt sich natürlich auch noch nach vielen anderen Kriterien. Beispielsweise ob man sich in ein bestehendes Unternehmen einkaufen möchte, im Immoblienhandel tätig werden möchte oder man einfach die zündente Idee schlechthin hat.
Bevor man sich aber auf einen bestimmte Kredit festnageln lässt sollte man alle greifbaren Angebote vergleichen, ein Förderprogramm muß nicht zwangsläufig auch günstiger sein, es kommt immer auf die Summe an die am Ende unter “ HABEN” steht und nicht unter “möchte könnte vielleicht eventuell”, an.
Es ist in jedem Fall eine gute Wahl sich für die Vorbereitung so weit als möglich eben viel Zeit zu lassen um alle Fehlentscheidungen ausschließen zu können.
Macht einfach Termine mit Bankberatern von allen gängigen Banken, das müssen keine Stationären sein, auch Onlinebanken haben Berater, das scheinen viele nicht zu wissen. Da gibt es gute Informationen zum Nulltarif.
Achtet dabei auf ein sicheres Auftreten und auch eine angepasste Kleidung, hier gilt wieder – Kleider machen Leute – .
Man möchte Euch den Erfolg, oder vielmehr den Sinn oder Willen dafür ansehen wollen, dazu gehören eben auch die ganzen kleinen Dinge des großen Spiels.
Und niemals vergessen, man geht nicht – Betteln – , daher auch nie eine unterwürfige Haltung oder Art und Weise an den Tag legen, aber auch nicht überheblich auftreten, einfach natürlich und Zielstrebig wie man ist erscheinen, und wenn möglich die Gegenseite überzeugen.
So, nun konnt ich hoffentlich genug Verwirrung stiften, und konnte niemandem wirklich sagen “nimm den, oder nimm den Kredit”, man sieht halt, ein Kredit kann sinnvoll sein, muß es aber nicht, ein ganz genaues ja oder nein kann man nur seinem Konzept entnehmen.
Wichtig ist , die Laufzeit der Kredite, die Tilgungsraten und natürlich die Zinsbelastung, wenn das alles gut zu den Rückzahlungsmodalitäten passt, dann auf jeden Fall ja, sollte es Zweifel geben hilft nur Abstand nehmen.
Und immer schön im Hinterkopf behalten….das Geld ist nur geliehen…nicht geschenkt….und was man sich nicht borgt braucht man auch nicht zurückzuzahlen.

