Außenborder synchron steuern

Damit meine ich das der Aussenbordmotor selbige Drehbewegung wie das Ruderblatt ausführt, um besser manövrieren zu können, nich das wir ne neue Steuer einführen ;-)

Das Problem ist ja nicht das sture Geradeausdüdeln sondern eher die verzwickten Hafen- und Anlegemanöver mit wenig Platz, zu allem Elend hängt der Aussenborder eh an ner Stelle wo man sich jedesmal nen Wirbelsäulenhalsmuskelkatarr zuzieht wenn man die Anstellung /Richtung ändern will. Da hab ich mir so gedacht, “gehste halt in Laden unn kaufst was, Mist verdammter, jibbet da nüscht, nöö ,nüscht brauchbares”,also im Bootezubehörkaufmannsladen . Naja nu, so bitte, bauste halt wiedermal selber ( wie das manchmal nervt )

Das Problem an der Geschichte ist, der Weg, und zwar der Weg den das Ruder zurücklegt und der vom AB, dies in Einklang zu bringen erfordert ein bissl Tüftelei, zahlt sich aber aus

hier hab ich mal eben eine Skizze gemacht

Die ersten Versuche,waren mit Bohrungen durch die Hülse und die geteilte Gewindestange,dazu muß aber der “Lenkweg” gut ermittelt werden.Als besser hat sich eine Gewindehülse erwiesen, da man diese beliebig verstellen kann.

Wichtig ist es die Gewindestangen gegen selbstständiges ausdrehen zu sichern,sei es durch einkleben,oder durchbohren und Splint
Bei der Wahl der Materialien bin ich bei Edelstahl 10mm V4 A gelandet, da die vorangegangenen Versuche mit V2A nach 4 Monaten anfingen zu rosten durch das Salzwasser /Brackwasser der Ostsee !
Die ersten Versuche begannen mit 6 mm ,dann 8mm und zum Schluß dann 10mm Edelstahl, der Druck vom Ruder auf den Motor war bei ungünstigen Wind und Wellenbewegungen zu groß und verbog die dünneren Konstruktionen ,bei 10 mm war die Kraftübertragung optimal.
das nächste Problem waren die Vibrationen des Motors ,die sich nun auf das Ruder übertragen,dies konnt ich abstellen indem ich Hartgummihülsen in die Bohrlöcher einpasste.

man sieht die Befestigung oben am Handgriff des AB und am Flaggenstockhalter der Ruderblattes

Dies zeigt noch die Verbindung mit 6mm Gewindestange, und man kann den Splint erkennen womit ich die Stange trennen konnte beim hochklappen.
Für die letzte Version,hab ich einen speziellen Splint gebastelt der an einem Bändsel fest war und nicht mehr die Stangen getrennt hat sondern den Kugelkopf freigab, die Kugelköpfe sind durch Federsplinte gesichert .

Das klappt natürlich nur bei Schiffchen mit angehangenem Ruderblatt. Im normalen Segelbetrieb ist der Motor oben, wenn man aber nurmal kurz um die Ecke, oder zum Angeln will, und muß immer in der Boxengasse umher rangieren, ist das eine gute Lösung, nicht die Schönste, aber funktioniert.

Werbung, na klar doch, sogar ich kaufe hier meine Plünnen, iss mir lieber als am Wochenende im Baumarkt genervt werden;-)

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